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Babyfotografie: Ausdrucksstarke Bilder gestalten

Kleiner Guide für Einsteiger in die Babyfotografie

Babyfotografie: Krabbelversuche
Lesezeit: Ø 8 Min

 Ihr Nachwuchs stellt den gewohnten Alltag auf den Kopf: Nun heißt es Windeln wechseln und sich auf schlaflose Nächte einstellen. Vorbei ist es mit der Ruhe, doch Sie erleben auch so viele besondere Momente mit Ihrem kleinen Schatz, die Sie nicht mehr missen möchten. Aber wann und wie fotografieren Sie Ihr Baby am besten? Welches Zubehör brauchen Sie, um Ihren Sonnenschein optimal in Szene zu setzen? Wir geben Ihnen Tipps und Tricks für gelungene Babyfotografie.

Passender Zeitpunkt für die Babyfotografie

Jeden Tag lernt Ihr Baby neue Dinge: Das erste Lächeln, das erste Mal alleine und frei sitzen, die ersten Löffelchen Breimahlzeit probieren. Je nach Alter beherrscht Ihr Kind dabei andere Dinge.

Unsere Meilensteine für die Babyfotografie helfen Ihnen dabei Orientierung zu finden:

AlterPassender Zeitpunkt für…
4 bis 14 TageNeugeborenenfotografie: eingewickelt in eine kuschelige Decke
ab 3 MonateFotos in Bauchlage: Ihr Baby kann den Kopf etwas anheben und hin- und herdrehen.
4 bis 5 MonateMagische Momente mit strahlendem Lächeln: Ihr Kind lächelt viel.
6 bis 8 MonateFotos im Sitzen: Ihr Baby sitzt ggf. alleine, ohne dabei umzukippen.
ab 1 JahrDie ersten Steh- oder Gehversuche: Ihr Kind kann eventuell alleine stehen
oder macht an der Hand vorsichtig erste Schritte.

Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür für den richtigen Moment, um Ihr Baby zu fotografieren. Sie wissen, was Ihrem Nachwuchs gefällt und wie Sie ihn zum Lächeln bringen. Ein natürliches Lächeln lässt sich nicht erzwingen. Die besten Chancen haben Sie, wenn Ihr Kind gut gelaunt ist. Orientieren Sie sich am gewohnten Tagesrhythmus: Manche Kinder sind morgens fröhlicher, andere brauchen einen ruhigeren Start in den Tag und blühen erst am Nachmittag auf. Meiden Sie die Wachstumsphasen, denn dann ist Ihr Baby oft unruhig.

Babyfotografie: Neugeborenes mit Teddy (Portrait)

Für die Fotografie von Neugeborenen ist das Zeitfenster mit 4 bis 14 Tagen besonders kurz. In den ersten zwei Wochen schläft Ihr Baby viel. Diese Phase ist gut geeignet, um Ihr Kind bewusst in Pose zu bringen, da es wenig vom Shooting mitbekommt. Fotografieren Sie Ihr kleines Wunder im Schlaf. Nutzen Sie natürliche Posen und wickeln Sie Ihr Kind zum Beispiel in eine weiche Decke, oder legen Sie es in ein Körbchen. Oder Sie werden mutiger und verkleiden Ihr Kind als Schmetterling oder Engel.

Ein Tipp: Sehen Sie während der Tiefschlafphase von einem Outfit-Wechsel ab, das erzeugt Stress für Ihr Kind. Nutzen Sie dieses Zeitfenster lieber für Detailaufnahmen – etwa von den kleinen Fingern oder Füßchen. Diese Babyfotos eignen sich wunderbar für Geburtskarten, mit denen Sie stolz die Ankunft Ihres Sonnenscheins verkünden.


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Wie mache ich gute Babyfotos?

Begegnen Sie Ihrem Kind auf Augenhöhe. Knien oder legen Sie sich hin. Fotografieren Sie eine Pose aus mehreren Blickwinkeln, um Ihren kleinen Schatz in Szene zu setzen. Gehen Sie für Makroaufnahmen ganz nah ran und fangen Details wie die zarten Wimpern oder das Stupsnäschen ein. Ganz wichtig: Bei der Fotografie von Babys ist Geduld gefragt. Manche Kinder haben einen leichten Schlaf und wachen vom Verschlussgeräusch der Kamera immer wieder auf.

Babyfotografie zu Hause

Das eigene Zuhause ist der reinste Abenteuerspielplatz für Ihren Sonnenschein. Wenn Sie die Babyfotografie selber machen und keinen Fotografen engagieren, halten Sie sich an die Devise “weniger ist mehr”. Gerade für ein Neugeborenes brauchen Sie nicht viele Accessoires. Vielleicht der kuschelige Schal von Mama? Oder die gestrickte Babydecke von Oma? Decken, Felle, Körbe oder Kissen: Sie haben viele Requisiten daheim, die Sie in die Bilder einbinden können. Die eingesetzte Deko sollte jedoch nicht von Ihrem Kind ablenken.

Wollen Sie die zarte Babyhaut betonen? Wählen Sie einen Body, der die kleinen Beinchen zeigt. Oder Sie veranstalten ein Mottoshooting: Für Babyfotos im Herbst bieten sich buntes Laub und warme Töne wie Orange, Rot oder Muskatnuss an.

Tipp für die Babyfotografie zu Hause: Wählen Sie einmal im Monat das gleiche Setting. So halten Sie das Wachstum Ihres Kindes fest. Wirkt der Lieblingsteddy am Anfang noch viel zu groß, scheint er mit der Zeit zu schrumpfen.

Babyfotografie: Baby lacht in Kamera

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Welches Licht ist für Babyfotografie am besten geeignet?

Natürliches, weiches Licht sorgt für die schönsten Bilder. Gerade für Einsteiger sind die Verhältnisse morgens und am Nachmittag ideal. Fotografieren Sie drinnen, suchen Sie sich einen hellen Platz: Verzichten Sie auf künstliches Licht oder nach Möglichkeit auf den Blitz. Dieser erzeugt hartes Licht und wirft Schatten. Ist es drinnen zu dunkel, hängen Sie ein weißes Laken im Raum auf – das reflektiert das Tageslicht und hellt den Raum auf. Reicht die Helligkeit nicht aus, können Sie Ihr Baby auch mit Blitz fotografieren, er schadet Ihrem Kind nicht. Mildern Sie ihn aber für eine angenehme Atmosphäre mit einem Taschentuch ab.

Hilfreiche Tipps für Ihre Babyfotografie:

  • Fotografieren Sie immer in Richtung der Lichtquelle.
  • Nutzen Sie einen bewölkten Tag für Aufnahmen im Freien.
  • Neutrale Hintergrundfarben wie Weiß, Beige oder Grau sind für Einsteiger optimal. Kräftige Farben erzeugen oft einen unschönen Farbstich.
  • Meiden Sie die direkte Mittagssonne, diese sorgt für harte Schatten.
Babyfotografie: Mutter fotografiert ihr Baby im Park

Kameratechnik – alles zu Objektiven & Co. für die Babyfotografie

Die Location steht fest, die Accessoires sind sortiert und nun wollen Sie gestochen scharfe Fotos von Ihrem Baby machen. Geht das mit dem Smartphone? Welche Objektive eignen sich und wie wird die Blende richtig eingestellt? Mit ein paar technischen Kniffen zaubern Sie wundervolle Aufnahmen von Ihrem süßen Zwerg.

Welche Kamera eignet sich für die Babyfotografie?

  • Halten Sie Kameralinse und Display sauber, so haben Sie nichts Störendes im Bild.
  • Fotografieren Sie am besten mit beiden Händen, dann verwackelt es nicht so schnell.
  • Nutzen Sie die höchstmögliche Auflösung und speichern Sie die Dateien im größtmöglichen Format. So nutzen Sie jeden Pixel des Kamerasensors.
  • Für Selfies: Bringen Sie sich und Ihr Baby auf die gleiche Höhe, sonst verzerrt das Bild.

Welche Festbrennweite eignet sich für die Babyfotografie?

Am besten geeignet sind Brennweiten ab 50 mm. Auch Festbrennweiten von 85 mm und höher oder Makroobjektive mit einer Brennweite von 35 mm können zum Einsatz kommen. Die Brennweite definiert den Bildausschnitt und gibt den Abstand zwischen der Linse und dem Brennpunkt an. Je kürzer die Brennweite ist, umso größer ist in der Regel der Bildausschnitt. Diese Faustregel gilt jedoch nicht für Spezialobjektive wie ein Fisheye- oder Makroobjektiv. Bei Festbrennweiten handelt es sich um Objektive mit einer festen Brennweite. Diese lässt sich nicht verändern. Objektive mit Festbrennweite sind meist sehr lichtstark und lassen viel Licht auf den Kamerasensor fallen.

Infografik: Übersicht verschiedener Festbrennweiten und deren definierte Bildausschnitte

Umgang mit der Blende – die passende Einstellung für Babyfotos

Mit der Blende regulieren Sie den Einfall des Lichts auf den Sensor. Je nachdem, wie Sie die Blende einstellen, fällt mehr oder weniger Licht auf den Sensor. Die Blende ist meist im Objektiv verbaut. Wie weit Sie die Blende öffnen können, hängt daher immer vom Objektiv ab. Die Blendenzahl gibt an, wie offen die Blende ist.

Kleine Blendenzahl = große Öffnung Blende = viel Licht auf dem Sensor

Große Blendenzahl = kleine Öffnung Blende = wenig Licht auf dem Sensor

Darüber hinaus stellen Sie über die Blende die Tiefenschärfe her. Sie legen fest, welche Ebene auf Ihrem Bild scharf erscheint. Bei einer großen Öffnung der Blende wird nur ein kleiner Teil des Bildausschnittes scharf abgebildet. Wie groß dieser Bereich ist, hängt auch mit dem Abstand zwischen der Kamera und dem Motiv zusammen. Gehen Sie ganz nah ran, haben Sie einen kleinen, scharf abgebildeten Bereich. Vergrößern Sie die Distanz zu Ihrem Motiv, wird auch der scharf gestellte Bildausschnitt größer. Der Hintergrund verschwimmt weiterhin. Probieren Sie verschiedene Einstellungen für die Tiefenschärfe aus. Gerade in der Babyfotografie wirkt ein unscharfer Hintergrund sehr verträumt und rückt Ihren kleinen Schatz in den Mittelpunkt. Mit dem so genannten Bokeh-Effekt wird Ihr Baby zum Star und Sie heben Ihre Skills in der Fotografie auf ein neues Level.

Die Verschlusszeit bzw. Belichtungszeit hängt ebenfalls mit der Einstellung der Blende zusammen: Je weniger Belichtungszeit, umso schärfer das Bild. Schnelle Bewegungen können Sie mit einer kurzen Verschlusszeit weiter scharf auf einem Foto einfangen. Nutzen Sie bei einer längeren Verschlusszeit ein Stativ – dadurch verwackelt die Aufnahme nicht.

Neben der passenden Einstellung der Blende und der richtigen Verschlusszeit spielt auch der ISO-Wert eine entscheidende Rolle. Der ISO-Wert bezeichnet die Lichtempfindlichkeit, also wie viel Licht für eine gute Aufnahme notwendig ist. Sind die Lichtverhältnisse optimal, reichen Standardeinstellungen wie ISO 100 oder ISO 200. Bei wenig Tageslicht, abends oder in dunkleren Räumen sind höhere ISO-Werte zwischen 400 und 800 nötig.

Achtung: Je höher der ISO-Wert eingestellt ist, umso größer ist auch die Wahrscheinlichkeit von Bildrauschen. Also unerwünschten Fehlpixeln, die auf der Aufnahme auftauchen.

Eine Erhöhung des ISO-Wertes reduziert außerdem die Verschlusszeit. Haben Sie wenig Erfahrung in der Fotografie, belassen Sie es bei der Standardeinstellung und regulieren den Lichteinfall über die Blende und die Belichtungszeit.

Infografik: Verschiedene Einstellungen der Blende in der Übersicht

Dekoideen für Ihre Bilder und selbst gemachte Karten

Wenn Sie Ihr Baby regelmäßig fotografieren, werden Sie ganz schnell sehr viele Fotos beisammen haben. Doch lassen Sie Ihre wunderbaren Momente nicht einfach auf der Festplatte oder dem Chip versauern sondern machen Sie was Schönes daraus! Stellen Sie als Erinnerung für die Familie beispielsweise ein Fotobuch zusammen oder lassen Ihr Lieblingsfoto als Wandbild drucken – entweder mit Ihrem Lieblingsfoto oder auch als Collage mit den schönsten Bildern Ihres Kindes.

Oder wie wäre es mit einem schönen Wandkalender, der das erste Lebensjahr Ihres kleinen Wunders dokumentiert?

Wandkalender mit Babyfotos
So präsentieren Sie Ihre Babyfotos besonders schön:
Fotobuch
Entdecken Sie unsere vielen liebevoll gestalteten Vorlagen! In Ihrem Fotobuch werden Sie auch Jahre später noch gerne blättern.
Fotocollage
Mit einer Collage erinnern Sie sich auf einen Blick an ganz viele besondere Momente. Gestalten Sie sie ganz nach Ihrem Geschmack!
Wandkalender
Bestaunen Sie Monat für Monat die Entwicklung Ihres Babys und beginnen Sie Ihren Kalender doch einfach mitten im Jahr!

Alle sollen wissen, dass Ihr kleiner Sonnenschein Ihre Welt erhellt! Gestalten Sie deshalb Ihre ganz individuellen Geburtskarten mit den schönsten Fotos Ihres kleinen Lieblings.

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