Kostenlose Fotocollagen erstellen

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Vier Programme für individuelle Fotocollagen

Fotocollagen liegen im Trend – mehrere Aufnahmen, die Sie in einem neuen Bild kombinieren und eindrucksvoll drucken lassen. Solche Collagen mit Ihren stärksten Aufnahmen sind auch ideale Fotogeschenke, zum Beispiel als Poster auf Fotoleinwand, auf Alu-Dibond oder unter Acrylglas.

Lesen Sie hier, wie Ihre Collagen ganz leicht entstehen. Wir erklären den Weg zu Ihrer eigenen Fotocollage mit verschiedenen Programmen für Windows- und Mac-Rechner, aber auch für Mobilgeräte mit Android- oder iOS-System. Zwei dieser Programme sind völlig kostenlos, nämlich Picasa und PicsArt. Außerdem erfahren Sie mehr über PowerPoint aus dem Office-Paket und über Photoshop Elements – diese zwei Programme können Sie immerhin 30 Tage lang kostenlos mit allen Funktionen ausprobieren.

 

Fotocollagen-Ansicht Powerpoint

Schaffen Sie Hingucker-Bilder mit packenden Fotocollagen, die Ihre stärksten Bilder zusammenfassen.

 

Unser Tipp für die perfekte Collage: Lassen Sie etwas Platz am Rand

Egal, mit welchem Programm Sie arbeiten und wie groß Ihre Abzüge werden sollen: Ziehen Sie die Einzelbilder in Ihrer Collage nicht ganz an den Rand. Lassen Sie rings um Ihren Entwurf einen breiten Streifen, in dem nur der Hintergrund erscheint – zum Beispiel Weiß oder eine Hintergrundstruktur.

Überflüssigen Rand können Sie dann immer noch in der Bestellsoftware wegschneiden, wenn Sie Ihre Abzüge beim Druckdienst hochladen. Der Vorteil: Sofern Sie großzügig Rand um Ihre Collage herum anlegen, können Sie Ihren Entwurf in verschiedenen Seitenverhältnissen zuschneiden und bestellen, zum Beispiel je nach Vorliebe und Sonderangebot in 4:3, 3:2 oder 2:1.

Legen Sie dagegen einen knappen Rand an, dann können Sie kaum noch mit verschiedenen Seitenverhältnissen experimentieren.

 

 

ProgrammPlattformVorteileNachteile
Picasa 3.9Windows, Mac
    • umsonst
    • leichte Bedienung im Bereich „Collage“
    • schlägt per Klick wechselnde Anordnungen und Layouts vor
    • Bilder wahlweise lose gestreut oder nahtlos in Kachel-Anordnung
  • umständliche Ordnerdarstellung
  • nur zwei Bilderrahmen (weiß, Polaroid) plus Schatten
  • wenig Textfunktion

PicsArt – Photo Studio 5.9Android, iOS
  • umsonst

  • bequem an Handy und Tablet nutzbar
  • pfiffige Vorlagen und Effekte, aber auch freies Gestalten
  • auch Schriftzüge und Sprechblasen

  • gute Korrektur für Einzelbilder direkt aus der Collage heraus
  • zeigt Werbung (nur klein

  • Export der JPG-Datei auf Computer kann umständlich sein
  • einige Entwürfe nur gegen Bezahlung (aber genug Gratis-Vorlagen)
PowerPoint 2016Windows, Mac
  • als Teil des Office-Pakets auf vielen Rechnern vorhanden
  • viele Rahmen, Schatten und Effekte
  • leicht anwendbar
  • mitgelieferte Layouts
  • umständliches Einrichten der Größe
  • Rahmen und 3D-Effekte wirken bei hohen Auflösungen schwächer
Photoshop Elements 14Windows, Mac
  • gute Bedienung
  • attraktive Vorlagen für Bildrahmen und Hintergründe
  • nur 30 Tage kostenlos nutzbar
  • nur wenige Seitenverhältnisse (lässt sich später durch Zuschneiden ändern)

 

 

Fotocollagen erstellen mit Picasa

Kinderleicht entstehen Ihre Fotocollagen im Gratisprogramm Picasa:

  1. Wählen Sie die Aufnahmen im Bereich „Fotogalerie“ aus, dann folgt der Befehl „Erstellen, Fotocollage“.
  2. Sie landen im Bereich „Collage“ und ordnen die Fotos an.
  3. Fertig? Klicken Sie links auf „Collage erstellen“. Nun verschmilzt Picasa die Einzelbilder zu einer neuen JPG-Fotodatei, die sofort angezeigt wird.
  4. Suchen Sie in Picasa den Ordner „Collagen“. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ihr neues Werk und dann auf „Auf Datenträger suchen“.

Das Bild erscheint nun direkt im Ordner, also im Windows-Explorer oder Mac-Finder. Von hier aus können sie es direkt bei myposter hochladen.

Fotocollagen in Picasa

Picasa mischt die Collage-Anordnung per Mausklick so oft durch, bis sie Ihnen gefällt.

 

Ihre wichtigsten Möglichkeiten mit Picasa im Bereich Collage:

  • Links im Klappmenü „Seitenformat“ legen Sie ein Seitenverhältnis fest, zum Beispiel „“4:3“ oder „10 x 15“ (also 3:2). Dabei entstehen immer Ergebnisse mit vielen Megapixeln, die Sie auch sehr groß drucken können. Proportionen wie „2:1“ fehlen zunächst, sie lassen sich aber mit dem Menüpunkt „Benutzerdefiniertes Seitenverhältnis“ einrichten.
  • Das Menü oben links steuert die Anordnung: Per „Fotostapel“ liegen Ihre Bilder lose verstreut, man kann sie frei verschieben, drehen und vergrößern. Die Vorgaben „Mosaik“, „Rahmenmosaik“ und „Raster“ ordnen Ihre Fotos dagegen gleichmäßig als Kacheln an. Fugenbreite und Reihenfolge können Sie immer noch ändern.
  • Im Modus „Fotostapel“ klicken Sie mit rechts auf ein Einzelbild, um Rahmen anzugeben – viel Auswahl bietet Picasa aber nicht.

Fotocollagen in Picasa erstellen

Picasa mischt die Collage-Anordnung per Mausklick so oft durch, bis sie Ihnen gefällt.

 

Pfiffige Entwürfe mit PicsArt

Auf Handys und Tablets bietet die Gratis-App PicsArt pfiffige Vorlagen und Effekte für ansprechende Collagen. Sie können auch völlig frei gestalten, ohne sich an vorgegebenen Seitenverhältnissen und Bildplatzierungen zu orientieren. PicsArt lässt sich zwar auf deutschsprachige Bedienung umstellen, einige Begriffe erscheinen aber weiterhin Englisch. Je nach Betriebssystem und Bildschirmgröße unterscheiden sich die Funktionen etwas.

PicsArt verwendet die auf Ihrem Mobilgerät gespeicherten Bilder, holt aber auch Aufnahmen aus Ihren Internetspeichern bei Flickr oder Dropbox. Die App bietet zudem freie Bilder der Online-Dienste Flickr, Picasa oder Instagram an.

Ein mögliches Verfahren:

  1. Nach dem Start der App tippen Sie unten auf das Stift-Symbol, dann auf „Collage“ und anschließend auf „Frame“.
  2. Wählen Sie eine Rahmenvorlage aus, sie zeigt Platzhalter für Ihre Fotos.
  3. In einem der Bild-Platzhalter klicken Sie auf „Add“ (Hinzufügen).
  4. Wählen Sie die passende Bildzahl aus und klicken Sie rechts unten auf „Done“.
  5. Die Bilder erscheinen sofort passend in der Collage. Sie lassen sich austauschen und innerhalb des Rahmens vergrößern, korrigieren oder verfremden. Sie können sogar die gesamte Layoutvorlage wechseln.
  6. Zufrieden? Bestätigen Sie Ihren Entwurf mit dem Häkchen rechts oben.
  7. Zum Weiterleiten klicken Sie links oben auf das Teilen-Symbol. Verschicken Sie Ihren Entwurf per E-Mail oder sichern Sie ihn in einen Online-Speicher. So können Sie später auch von Ihrem Rechner aus auf Ihre Collage zugreifen.

Fotocollage in PicsArt

Pfiffige Entwürfe per Fingerwisch liefert die App PicsArt auf Handys oder Tablets.

 

Starke Collage erstellen mit PowerPoint 2016

Das Präsentationsprogramm PowerPoint gehört zu Microsoft Office. Nutzen Sie die Programme Word und Excel, haben Sie oft auch PowerPoint auf dem Rechner. Dies sind die ersten Schritte in PowerPoint:

  1. Klicken Sie im Menüband links auf „Datei“, dann auf „Neu“ und auf „leere Präsentation“. Jetzt sehen Sie ein leeres Blatt mit Textfeldern.
  2. Klicken Sie auf den Rahmen der „Titel“-Textbox und löschen Sie das Element mit der Rückschritt-Taste. Ebenso löschen Sie den Textkasten „Untertitel“.

Jetzt stellen Sie die „Foliengröße“ auf etwa 140 Zentimeter Breite – auch wenn Sie später nur 30 oder 40 Zentimeter breit drucken wollen. Der Hintergrund: Sie wollen ja zum Schluss eine einzelne Fotodatei speichern, die Ihre gesamte Collage zeigt und groß gedruckt werden soll – also eine Fotodatei mit hoher Auflösung, mit vielen Megapixeln. Damit Powerpoint eine solche hochaufgelöste Fotodatei erzeugt, setzen Sie jetzt schon die Foliengröße hoch. Maximal möglich sind 142,24×142,24 Zentimeter.

Wie gesagt: Geben Sie hier nicht Ihre letztlich gewünschte Druckgröße ein. Erzeugen Sie einfach einen sehr hohen Wert, so dass PowerPoint am Ende garantiert ein Bild mit vielen Megapixeln errechnet. Das eignet sich wirklich für verschiedenste Druckmaße.

So ändern Sie die Foliengröße in PowerPoint: Klicken Sie auf das Hauptmenü „Entwurf“, rechts auf „Foliengröße“ und dann auf „Benutzerdefinierte Größe“. Nutzen Sie zum Beispiel eine dieser Größen:

  • Möchten Sie Ihre Collage im Seitenverhältnis 4:3 drucken, also zum Beispiel 40×30 Zentimeter oder 80×60 Zentimeter groß? Dann tippen Sie als „Breite“ den Wert “140 Zentimeter“ ein und als „Höhe“ „105 cm“.
  • Oder möchten Sie Ihr Fotoposter im Seitenverhältnis 3:2 bestellen, zum Beispiel in 30×20 oder 90×60 Zentimeter? Dann geben Sie als „Foliengröße“ in PowerPoint „139 cm“ mal „92 cm“ an.

Nun fragt das Programm, ob Sie „maximieren“ oder „passend skalieren“ wollen. Die Antwort spielt keine Rolle, klicken Sie eine dieser Schaltflächen an. Die weiteren Schritte:

  1. Öffnen Sie im Windows-Explorer oder Mac-Finder einen Ordner mit Fotos und ziehen Sie Ihre Aufnahmen direkt in die weiße PowerPoint-Fläche.
  2. Ändern Sie die Größe der Bilder mit den Anfasspunkten. Nach Doppelklick auf ein Foto fügen Sie Rahmen oder Schatten hinzu.
  3. Passt der Entwurf? Klicken Sie oben auf „Datei“, dann links auf „Exportieren“ und daneben auf „Dateityp ändern“.
  4. Klicken Sie auf „JPEG-Dateiaustauschformat“ und anschließend auf „Speichern unter“. Geben Sie einen Ordner an und klicken Sie zuletzt auf „Nur diese Folie“.

Sie erhalten eine JPG-Datei mit hoher Megapixel-Auflösung und -Bildqualität, die Sie dann problemlos in den Produktdesigner von myposter hochladen können!

 

Fotocollagen in PowerPoint erstellen

PowerPoint bietet viele schnelle Effekte wie Schatten, Rahmen und perspektivische Drehungen.

 

Freie Entwürfe mit Photoshop Elements 14

Das aktuelle Bildprogramm Photoshop Elements 14 können Sie 30 Tage umsonst nutzen, anschließend werden rund 80 Euro Kaufpreis fällig. Sie erhalten reizvolle Collage-Vorlagen, die Sie frei anpassen. Ältere Versionen wie Photoshop Elements 13, 12 oder 11 eignen sich ebensogut, sie sind sogar ein bisschen vielseitiger.

So geht’s:

  1. Öffnen Sie die gewünschten Bilder in Photoshop Elements. Dann klicken Sie rechts oben auf „Erstellen“ und auf „Fotocollage“. Wählen Sie eins der wenigen angebotenen Formate und klicken Sie auf „OK“.
  2. Das Programm packt Ihre Fotos sofort in Bilderrahmen. Löschen Sie überflüssige leere Foto-Platzhalter per Anklick und Entfernen-Taste. Die verbleibenden Bilder können Sie verschieben, vergrößern und hinter oder vor anderen Fotos anordnen – ein Rechtsklick auf ein Einzelbild liefert die erforderlichen Befehle. Ein Rechtsklick unten links auf „Werkzeug-Optionen“ blendet weitere Schaltflächen ein.
  3. Die Schaltfläche „Grafiken“ bietet neue Hintergründe und Fotorahmen an. Klicken Sie zuerst auf das Bild, das einen anderen Rahmen erhalten soll; anschließend klicken Sie in der Leiste rechts doppelt auf den gewünschten Rahmen.
  4. Möchten Sie die Collage später noch umarrangieren? Dann klicken Sie unten auf „Speichern“ und sichern Ihr Ergebnis als „Fotoprojekt“. Wollen Sie die Collage dagegen jetzt gleich bei myposter hochladen, wählen Sie „Datei, Für Web speichern“. Rechts oben im Dialog nehmen Sie „JPEG“ mit „Qualität 80“ und klicken auf „Fertig“.

Noch ein Tipp: Möchten Sie die Collage auf ein anderes Seitenverhältnis zuschneiden, nehmen Sie die JPEG-Datei (siehe Schritt 4).

Fotocollagen in Photoshop-Elements

Photoshop Elements liefert Hintergründe, Rahmen und Grafikobjekte für Ihre Collagen mit.

 

So einfach und so vielseitig erzeugen Sie spannende Fotocollagen – am Schreibtischrechner oder am Mobilgerät, mit Gratis- oder Kaufprogrammen.